Bildunterschrift: v. l. Christian Schmidhuber, Julia Bernauer, Bernhard Hausperger, Christina und Johannes Müller

SG St. Wolfgang holt zwei Heimsiege

Rabenden. Nachdem die SG St. Wolfgang mit 4 Niederlagen in die Saison der Luftgewehr-Oberbayernliga startete, war man am dritten Wettkampftag bereits zum Siegen verdammt, um den Anschluss nicht zu verlieren.

Im ersten Wettkampf war die Mannschaft aus Irschenberg der Gegner. Mit teils starken Leistungen hieß es am Ende 4:1 für das Team von Hans Müller. Johannes Müller (386:381), Julia Bernauer (381:375) sowie Bernhard Hausperger (377:372) und Christian Schmidhuber (377:370) entschieden ihre Paarungen für sich, lediglich Christina Müller (371:389) war chancenlos.

Somit konnte man mit reichlich Rückenwind in den zweiten Wettkampf gegen Mitkonkurrent Reichersbeuern gehen. Und dieses Duell entwickelte sich zu einem wahren Krimi.

Bernhard Hausperger (377:362) war frühzeitig auf der Siegerstraße, Christina Müller hingegen blieb weit hinter ihren Vorstellungen und verlor deshalb klar gegen Ihren Konkurrenten. Christian Schmidhuber lag bis zur letzten Serie klar in Führung, doch sein Gegner beendete seinen Wettkampf mit starken 97 Ringen und setzte ihn so unter Druck. Schmidhuber zeigte Nerven, schoss mit nur 91 Ringen aus und verlor so um einen Ring mit 371:372. Julia Bernauer machte es besser. Sie vollendete ihren Wettkampf mit 98 Ringen und kam auf ein Gesamtergebnis von 382 Ringen. Ihre Gegnerin aus Reichersbeuern konnte das starke Anfangsniveau nicht halten und ging folgerichtig mit 377 Ringen als Verliererin vom Stand.

Somit gipfelte alles in der Paarung zwischen Johannes Müller und Verena Obermüller. Obermüller war bereits fertig und hatte als Endergebnis 384 Ringe zu Buche stehen. Der Einser der SG St. Wolfgang hatte noch eine Serie zu absolvieren und musste abliefern: Mindestens 97 Ringe würden den Sieg bedeuten, bei 96 Ringen müssten beide Schützen ins Stechen und bei jedem schlechteren Ergebnis wäre die Niederlage perfekt gewesen.

Müller – nervlich nicht immer gefestigt – zeigte vor voller Heimkulisse starke Schüsse und hatte vor dem letzten Schuss die Möglichkeit, den Sieg mit einer 9 zu sichern. Diesen Vorsprung brachte er aber nicht ins Ziel, schoss eine 8 und musste mit dem selben Endergebnis wie seine Gegnerin ins Stechen. Im Schützenheim war die Spannung kaum noch auszuhalten. Nach zweiminütiger Vorbereitungszeit wurde es für beide Schützen ernst. Johannes Müller zitterte eine 10 ins Ziel und Obermüller erreichte nur eine 9. Die Fans im Lokal konnten so lautstark den zweiten Heimsieg bejubeln. Johannes Müller war nach diesem Nervenkrieg erleichtert: „Die Anspannung war unglaublich groß, das hältst du fast nicht aus“, merkte er lächelnd an.

Durch diese beiden Erfolge gab die SG St. Wolfgang die rote Laterne ab und liegt nun punktgleich mit 3 anderen Mannschaften auf dem vorletzten Rang in der Tabelle.